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Wunder? Gibt es immer wieder.

Wunder? Gibt es immer wieder

Foto: Dietmar Friedrich

Was für ein Wochenende für die Mainzer Ringer. Nach einem fast aussichtslosen Rückstand von 6 Punkten aus dem Hinkampf im Viertelfinale (12:18), gewannen die 88er vor eigener Kulisse in ombach ebenfalls mit der gleichen Differenz gegen die hoch favorisierten Red Devils aus Heilbronn (17:11).
Beide Teams hatte gleich viele Siege (12:12) und bange Minuten nach Kampfende ließen jeden noch so spannenden Thriller wie eine Gutenachtgeschichte für Kleinkinder aussehen. Kein Zuschauer verließ die Halle und in allen Gesichtern beider Teams konnte man Freude und Angst herauslesen. Da bei Sieg und Niederlage, sowie bei den Punkten Gleichheit bestand, wurden die Schultersiege berücksichtigt. Auch hier gab es jeweils einen pro Team. Zusätzlich wurden Aufgabesiege und Disqualifikationen verglichen und hier lagen die Rheinhessen knapp mit 5:4 vorne. Als dies der Verband verkündete, gab es für die Mainzer Ringer und Fans nichts zu halten. Sie feierten die ganze Nacht den erneuten Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Übrigens die 8. Halbfinalteilnahme in den letzten 9 Jahren. Damit gehört der ASV Mainz 88 dauerhaft zu den Top vier Teams in Deutschland.

Härter hätte es den ASV Mainz 88 bei der Auslosung in den Playoffs aber wahrlich nicht treffen können. Bekamen sie in der Auslosung im Viertelfinale zunächst den deutschen Vizemeister Red Devils aus Heilbronn zugelost, wartet am kommenden Samstag kein Geringerer als der Titelverteidiger SV Wacker Burghausen.

Souverän sind die Bayern durch die reguläre Saison gerast, sogar die Red Devils Heilbronn besiegten sie zweimal deutlich mit sage und schreibe 23:0 und 19:5.

Die Burghausener sind das Maß aller Dinge was die Bundesliga angeht. Zweimal sind sie in Folge Deutscher Mannschaftsmeister geworden, zudem haben sie den größten und breitesten Mannschaftskader (35 Ringer!) sowie den größten Etat der Liga. Ihr Ziel ist nichts anderes als die erfolgreiche Titelverteidigung in diesem Jahr, alles andere wäre für sie eine enttäuschende Saison.

Im Halbfinale besiegten sie Vorjahreshalbfinalist TuS Adelhausen zweimal klar mit 18:8 und 24:4. Eine Differenz von 30 Punkten in nur zwei Begegnungen bedeuten einen immensen Klassenunterschied, ein „Spaziergang“ wie es die Burghausener auf ihrer Homepage selbst bezeichnen.

Der Titelverteidiger war schon letzte Saison schier unbezwingbar, dennoch verstärkten sie sich deutlich. Mit Ahmet Peker verpflichteten sie den letztjährigen Topscorer der Mainzer, der dem Lockruf des finanziellen Ligakrösus nicht widerstehen konnte und erneut zu den Punktegaranten der Liga gehört. Zudem kamen mit Soner Demirtas, Ali Umarpashaev, Roland Schwarz, Zbigniev Baranowski und Soslan Gagloev ausnahmslos Topathleten. Neben den bereits bestehenden starken Kader um Eigengwächs Matthias Maasch, Fabian Schmitt, Michael Widmayer, Benjamin Sezgin, Ramzin Azizsir, Khakhaber Khubezhty, Magomedmurad Ghadziev, Cengizhan Erdogan und vielen anderen Ringern kann kein anderes Team eine solche Konzentrierung von außergewöhnlichen Sportlern vorweisen.

Burghausen ist im Duell gegen Mainz der haushohe Favorit. Das waren die Red Devils aus Heilbronn allerdings auch. Jedoch gibt es zwischen den Roten Teufeln und den Wacker-Ringern noch einmmal ein spürbares Qualitätsplus. Genauso wie im Kampf im Viertelfinale benötigen die Mainzer Ringer deshalb die unaufhaltsame Unterstützung ihrer Zuschauer. Die Power und die positive Energie in der Halle am vergangenen Wochenende, hat die Mainzer in das von allen Fachleuten und Journalisten für ausgeschlossen gehaltene Halbfinale geführt.

Die Mainzer Fans sind der entscheidende Faktor für die Männer von Cheftrainer David Bichinashvili. Mit dieser Unterstützung werden Kapitän Gabriel Stark und seine Teamkameraden auf die Matte gehen um ein gutes Ergebnis zu erzielen um auch im Rückkampf, eine Woche später in Bayern zu bestehen.

Wunder? Gibt es immer wieder. Auch wenn es nun in Vorbereitung auf die olympischen Spiele einige internationale Turniere gibt und die Mannschaftsaufstellungen hierdurch sicherlich erschwert werden.

Dennoch: Es kommt auf SIE an, liebe Fans Lassen Sie uns die Bayern freundlich hier bei uns Zuhause begrüßen und zeigen wir Ihnen dann, dass wir GeMAINZam stark sind.

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