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Ringer des ASV Mainz 88 werden Deutsche Meister

Was für ein Erfolg für den ASV Mainz 88 bei den Deutschen Freistil-Meisterschaften in Bruchsaal/Baden-Württemberg. Mit 6 Ringern waren die Mainzer angetreten und holten überragende 5 Medaillen.
Gold für Gabriel Stark und Tim Müller, Silber für William Harth und jeweils Bronze für Georg Harth und Wladimir Remel.
Dass die beiden Brüder Georg und William Harth für die Rheinhessen bei der Deutschen Meisterschaft starten, war die große Überraschung und hatte für einige Spekulationen gesorgt. Doch die beiden nationalen Spitzenringer, die regelmäßig unter der Anleitung von Chefcoach David Bichinashvili trainieren, nutzten lediglich ihr Zweitstartecht um für die 88er zu starten.
Gleich mit drei Ringern waren die Mainzer in Bruchsaal in Halbschwergewicht (97kg) angetreten und alle drei waren Favorit auf die Goldmedaille. Wladimir Remel, Gabriel Stark und William Harth gewannen souverän ihre Auftaktkämpfe, sodass es gleich im Halbfinale zu einem vereinsinternen Duell kam. William Harth setzte sich in diesem engen Kampf mit 4:0 gegen Wladimir Remel durch und zog ins Finale ein.
Dort kam es erneut zu einem vereinsinternen Duell gegen seinen Teamkameraden Gabriel Stark, der zuvor Ilya Matuhin im Halbfinale technisch überhöht (10:0) besiegt hatte.
Stark, der vielen Mainzern noch als „Gabriel Seregelyi“ bekannt ist, hatte kurz zuvor seinen Nachnamen geändert. Ob er sich dabei vom Vereinsmotto der 88er „Gemeinsam Stark“ inspirieren ließ, ist nicht bekannt, aber dass der blonde Hüne diesen Zusammenhalt vorlebt wie kein anderer ist vorbildhaft und prägend für den ganzen Verein.
Für viele angereiste Mainzer war dieses Finale ein Segen und Fluch zugleich, denn keiner wollte Partei für einen der beiden Ringer ergreifen, die privat sehr gut befreundet sind und seit Jugendtagen fast täglich miteinander trainieren.
William Harth ging in der 1. Halbzeit des Kampfes aufgrund einer Passivitätsverwarnung seines Gegners mit 1:0 in Führung. Die bedrückende Stille zu Beginn der 2. Halbzeit konnte man fast körperlich spüren, als sie jäh von einem lauten Zwischenruf durch die Mutter von Gabriel Stark unterbrochen wurde: „Wach endlich auf, Gabor“.
Ob dieser Motivationsruf schlussendlich den Ausschlag gab, lässt sich nicht belegen, aber da zwischen den beiden Kontrahenten keine technischen Punkte erzielt wurden und William Harth ebenfalls eine Passivitätsverwarnung erhielt, gewann Gabriel Stark aufgrund der letzten Wertung mit 1:1 nach Punkten.
Damit hat der sympathische Student der Betriebswirtschaft zum dritten Mal in Folge den Meistertitel gewonnen und sich damit das Ticket zur Teilnahme bei der Freistil-Europameisterschaft in Novi Sad/Serbien gesichert.
Den Erfolg in dieser Gewichtsklasse rundete Wladimir Remel im Kampf um die Bronzemedaille mit seinem technisch überlegenen Sieg (11:0) über Andre Timofeev ab.
Für große Freude im Verein sorgte auch die Goldmedaille von Neuzugang Tim Müller (70kg).
Er hatte eine besonders schwere Gruppe erwischt und traf gleich nach seinem technisch überhöhten Auftaktsieg (15:5) gegen Daniel Sartakov auf Kevin Henkel, der sich im Vorjahr den Titel in der 65kg-Klasse gesichert hatte.
Der Kampf stand auf Messers Schneide als Kevin Henkel 15 Sekunden vor Ende des Kampfes mit 3:3, aufgrund der letzten Wertung nach Punkten führte. Mit dem Mut der Entschlossenheit holte sich der Mainzer dank eines Beinangriffes noch 2 Punkte, die zum Einzug ins Halbfinale reichten.
Dort bot ihm Lennard Wickel, der Vizemeister von 2016 einen erbitterten Ringkampf, den Müller jedoch schlussendlich mit 16:9 nach Punkten für sich entschied.
Im Finale ließ der Mainzer jedoch nichts mehr anbrennen und besiegte Arkadiusz Böhm technisch überhöht mit 10:0. Auch er fährt nun mit der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Novi Sad.
Mit der Auslosung hatte leider auch Georg Harth kein Glück. Gleich zum Auftakt in der 74kg – Klasse traf er auf den mehrfachen Deutschen Meister Martin Obst. In einem spannenden Kampf unterlag Harth leider denkbar knapp mit 3:5 nach Punkten, sicherte sich aber im Duell um Platz 3 gegen Mathias Schwarz mit einem technisch überhöhten Sieg (10:0) die Bronzemedaille.
Durch diese Erfolge gewann der ASV Mainz 88 die Vereinswertung im Turnier und belegte Platz eins vor dem 1. Luckenwalde SC und dem KSV Köllerbach.
Ercihan Albayrak, dem 6. Teilnehmer von Mainz wurde leider eine kleine Unachtsamkeit im Kampf gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Schaman Kasomov zum Verhängnis und er schied schon im Auftaktkampf aus.
Über einen Neuzugang können sich die Mainzer Fans besonders freuen:
Niklas Dorn, der in der kommenden Saison für die 88er auf die Matte gehen wird, gewann in der 65kg-Klasse die Silbermedaille
K.K

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