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Raus mit Applaus

Auch die massive Unterstützung in der Sporthalle am Großen Sand halfen David Bichinashvili (vorne) und seinem Team nicht.Foto: hbz/Schäfer/AZ

Die Enttäuschung im Lager des ASV Mainz 88 sitzt auch Tage nach dem Halbfinal-Aus gegen Wacker Burghausen noch tief. „Es tut sehr weh“, sagt der Trainer der Bundesliga-Ringer, David Bichinashvili, der sich auch mit körperlichen Qualen plagt. Im Kampf gegen Kakhaber Khubetzhty hat er sich das Innenband im Knie gerissen, fightete sich trotzdem bis kurz vor den Gong. Seine Saisonbilanz fällt dann – mit etwas Abstand durchaus positiv aus. Schließlich stand der ASV zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren im Halbfinale. Einmal reichte es zum großen Wurf, fünf Mal war in der Vorschlussrunde Schluss.
Die Zahlen
Insgesamt 18 Kämpfe bestritt der ASV in dieser Saison. Dabei sammelte die Mannschaft 16 Siege und nur zwei Niederlagen. Eine davon war allerdings mehr oder minder einkalkuliert. Als die Rheinhessen >>>mehr

ASV Mainz 88 scheitert im Halbfinale

Rückkehrer Daniel Meiser (rot) ging gegen Eugen Ponomartschuk extrem aggressiv zu Werke, landete aber auf seinen Schultern. Foto:AZ

Diese Niederlage hat den ASV Mainz 88 tief getroffen. „Ich hab’s mir so gewünscht, dass wir den Scheiß, sorry, dass wir es einfach packen“, sagte Ilir Sefai. „Es ist so schade, es tut richtig weh. Es brennt.“ Der Greco-Spezialist fasste die Stimmungslage im Lager des Bundesliga-Klubs zusammen. 18:11 setzte sich Wacker Burghausen im Halbfinal-Rückkampf gegen die 88er durch. Der Vier-Punkte-Vorsprung aus dem Hinkampf reichte nicht. „Ein schöner Sport, ein furchtbar brutaler Sport“, sagte Baris Baglan, der Zweite Vorsitzende der Mainzer, der am Samstagabend wieder im Coaching aushalf.
Das wurde nötig, weil Cheftrainer David Bichinashvili wieder selbst auf die Matte ging. In seiner Paradeklasse, dem 86-Kilo-Freistillimit, hatte der Routinier Benjamin Sezgin erwartet. Doch er traf auf Khakaber Khubezthy. Und das ist die Geschichte des Halbfinal-Rückkampfs. Nachdem Bichinashvili mit seinem Comeback in Burghausen einen echten Coup gelandet hatte, ging Gegenüber Alexander Schrader im Rückkampf volles Risiko. Im Wissen, dass Bichinashvili über 86 Kilogramm der beste Mainzer ist, lies Schrader Sezgin fünf Kilogramm Gewicht machen. So konnte er im Weltergewicht (bis 75 Kilogramm) antreten, und der Weltklasse-Ringer Khubezthy war plötzlich Bichinashvilis Gegner im >>>mehr

Rückkampf gegen Wacker Burghausen

Pure Athletik: Der Deutsche Meister im Freistil (71 Kilogramm), Tim Müller, feiert einen Saisonsieg mit gekonnter Turneinlage. Archivfotos: hbz/Kristina Schäfer/AZ

Heben die 88er Richtung Finale ab?
Ein einziger Schritt reicht aus, um zu stolpern. In den Reihen des ASV Mainz 88 beruhigt es deshalb auch niemanden, dass das Finale der Ringer-Bundesliga nur genau diesen Schritt weit entfernt ist. Vier Punkte Vorsprung müssen die Mainzer im Halbfinal-Rückkampf gegen Wacker Burghausen verteidigen. Genau das weist schon auf die Ausgangslage hin. Die 88er sind zum ersten Mal in dieser Saison nicht der Favorit. Was sonst für die einzelnen Kämpfer gilt, muss nun die Mannschaft umsetzen: Das Minimum abgeben. Zwischen einem knappen Sieg und einer Niederlage mit mehr als vier Punkte – und damit dem Aus – ist alles drin.
Die Stimmung rund um das Athletik-Zentrum in Weisenau änderte sich dementsprechend von gelöst (Montag, Dienstag) zu angespannt. „Das ist auch gut so“, sagt Trainer David Bichinashvili. „Wir brauchen diese Konzentration je näher der Kampf rückt. „Die Mainzer waren giftiger“, hatte Gäste-Coach Alexander Schrader nach dem Hinkampf gegenüber dem „Burghausener Anzeiger“ gesagt. Diese positive >>>mehr

Verletzter ASV-Kapitän

Konstantin Völk fiebert in Play-offs mit seinen Mainzer Ringern mit
Der Sommer begann für Konstantin Völk ganz normal. Nach seinen Schichten als Straßenbahnfahrer ging es nach Hause zur Familie, ein wenig für die Uni (BWL) schuften, anschließend nach Weisenau ins Athletikzentrum. Völk sollte den ASV Mainz 88 als Kapitän in die Bundesliga-Runde führen. Doch dann kamen die Schmerzen. Erst leicht. Dann schlimmer. „Am Ende konnte ich nur noch mit Krücken laufen“, sagt Völk. Immer wieder kommen Teamkollegen an der Bank vorbei und begrüßen ihren Capitano. Sie wärmen sich mit einer Art Basketballrugby auf. Der Käpt’n sitzt an der Seitenlinie. „Es tut weh“, sagt er. „Vor allem jetzt in den Play-offs fällt mir das Zusehen schwer.“ Auch am Samstagabend, wenn seine Jungs gegen Wacker Burghausen um den Einzug ins Finale ringen, wird er anfeuern, zusehen und mit sich selbst kämpfen.
Immerhin weiß Völk inzwischen, woher die Schmerzen kommen. Zunächst hatten er und Mannschaftsarzt Tolga Sancaktaroglu an eine Leistenverletzung geglaubt. Dort spürte Völk die Probleme. Doch es ist die Hüfte. „Eine Arthrose“, sagt Völk. Nun muss er operiert werden. „Ich will wieder auf die >>>mehr

Gabriel Stark: Sie nennen ihn Hulk

Olympischen Helden leben ewig. Bildhauer schlugen die athletischen Körper in edlen Stein. Gerade Ringer verehrten die Hellenen. Unzählige Standbilder erzählen die Geschichte vom Kampf Mann-gegen-Mann. Gabriel Stark wirkt auf den ersten Blick wie eine fleischgewordene Version dieser idealtypischen Darstellungen. Der Halbschwergewichtler trägt kräftige Muskeln auf seinen Schultern, ist gnadenlos definiert, nahezu gemeißelt. Im Gegensatz zu den Marmorkameraden aus der Antike ist er aber quirlig, wendig, brandgefährlich. Im Bundesliga-Halbfinale musste das der nationale Widersacher Eric Thiele (Wacker Burghausen) anerkennen. Stark nagelte ihn einmal auf die Matte und gewann den Kampf. Dreimal in Serie holte der Kämpfer des ASV Mainz 88 den deutschen Meistertitel. Bis 2020 soll sich das nicht mehr ändern. Denn dann will Stark in Tokio zum echten olympischen Helden werden.
„Das ist schon mein großes Ziel“, sagt der 28-jährige BWL-Student, der noch vor einem Jahr auf den Nachnamen Seregelyi hörte. Ein Hinweis auf die Herkunft seiner Vorfahren. „Mein Opa hieß noch >>>mehr

Der Bichinashvili-Coup

Eine seiner größten Szenen: Im Bundesliga-Finale 2013/2014 schultert David Bichinashvili Ibragim Aldatov. Nun feierte der Coach sein Comeback auf der Matte. Archivfoto: Kopp/AZ

ASV-Trainer überrascht Wacker Burghausen doppelt – mit seiner Aufstellung und dem Comeback
Der ASV Mainz 88 überrumpelte Wacker Burghausen im Halbfinal-Hinkampf der Ringer-Bundesliga mit einem Coup im Aufstellungspoker. Kein geringerer als Cheftrainer David Bichinashvili stieg in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm Freistil auf die Waage. Über eine Rückkehr des 42-Jährigen war zwar spekuliert worden, allerdings wohl kaum in dieser Gewichtsklasse. Der Überraschungseffekt saß – auch weil die Entscheidung gegen Soner Demirtas und für Schwergewichtler Mantas Knystautas goldrichtig war. Die 88er kamen auf Bayern mit einem 14:10-Vorsprung zurück.
„Da hat der Mainz-Effekt gegriffen“, sagt der zweite Vorsitzende Baris Baglan, der seinen Trainer-Nachfolger Bichinashvili gemeinsam mit Steven Krumbholz in der Mainzer Ecke vertrat. Ziel von Bichinashvilis Griff in die Trickkiste war auch, die Mannschaft noch einmal zusammenzuschweißen. >>>mehr

Coach Bichinashvili und seine Säulen

David Bichinashvili kann sich auf seine Weltklasse-Ringer Soner Demirtas (Foto) immer verlassen. Archivfoto AZ

Diese Ausganglage ist für den ASV Mainz 88 in dieser Bundesliga-Saison ein Novum. Im Play-off-Halbfinale gegen den SV Wacker Burghausen sind die 88er-Ringer nicht der klare Favorit. Im Gegenteil: Es wird eng, es wird spannend. Und vieles wird auf das Ergebnis im Hinkampf, der am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Sportparkarena von Burghausen startet, ankommen.
Eine enorm wichtige Rolle kommt dabei David Bichinashvili zu. Der Trainer muss die perfekte Mannschaft finden, um die Aufstellung der Oberbayern zu kontern. Er kann dabei auf alle Stars zurückgreifen. „Die Fitness sieht gut aus“, sagt der Coach. „Bis jetzt läuft alles für uns nach Plan.“ Der Kampf sei der bisher schwierigste des Jahres. Bichinashvili peilt einen Sieg an – wohlwissen, dass die Gäste im Rückkampf wohl ein wenig stärker einzuschätzen sind. Wir wagen eine Prognose der Aufstellungen. >>>mehr

W.Burghausen: Das Epizentrum der bayrischen Ringer

Magomedmurad Gadzhiev, EM-Zweiter von 2010 (blau, hier im Finalkampf), gehört zu den Leistungsträgern von Wacker. Foto: dpa/AZ

Was erwartet den ASV Mainz 88 im Halbfinal-Hinkampf der Ringer-Bundesliga gegen Wacker Burghausen? Auf jeden Fall ein echter Hexenkessel. „Das ist brutal“, beschreibt Michael Buchholz, Ringer-Reporter des Burghausener Anzeigers die Stimmung in der Sportparkhalle. Bis zu 2000 Fans sollen dort die Wacker-Kämpfer gegen die Red Devils des VfL Neckargartach zum Sieg gebrüllt haben.
Überhaupt hat sich Burghausen zu einem Art Ringer-Epizentrum im Süden Deutschlands entwickelt. Viele starke bayrische Ringer wie Michael Widmayer haben sich den Burghausenern angeschlossen. Viele bringen >>>mehr

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