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Heißer Kampf in Hösbach - knappes Ergebnis

Wer kommt ins Halbfinale?

Jens Nettekoven, Präsident des Deutschen Ringerbundes, postete seine Einschätzung des Kampfes auf seinen sozialen Medien: „Werbung für den Ringsport“. Und damit traf er den Nagel auf Kopf. Zwei stark aufgestellte Teams schenkten sich in einem heißen Duell wahrlich nichts.
Mit 14-12 besiegten die Mainzer die Hösbacher Vikings, aber das Ergebnis lässt die Dramatik im Kampfgeschehen nur erahnen.
Erstmals waren die 88er in der Bundesliga auf den KSC getroffen und die Hösbacher hatten sich für die Viertelfinalbegegnung einiges vorgenommen. Sie setzten den U23-EM-Silbemedalliengewinner (66kg) Niklas Öhlen erstmals im 71kg Limit ein und ließen den deutschen Nationalathlet Johannes Deml knapp 6kg innerhalb einer Woche abkochen, um in der 80kg-Klasse anzutreten. Dieses Gewicht hatte er zuletzt 2015 in der Hessenliga gebracht und die die drastische Gewichtsreduktion, sollte ihm später noch einiges abverlangen.
Die Mainzer starteten erwartungsgemäß stark mit Beka Bujiashvili, der im 57kg Limit gegen Yavuz Sentürk antrat. Der Hösbacher agierte sehr defensiv und wurde vom Kampfrichter mehrfach ermahnt, offensiver zu ringen. Doch seine Taktik ging auf und er gab lediglich zwei Punkte gegen den starken Mainzer ab. Im 130kg Schwergewicht hatte der stilfremd antretende Abdallh Karem, keine Chance gegen Ilja Klassner. Es sah so aus, dass er den Kampf über die Zeit bringen könnte, doch 8 Sekunden vor Ende der Begegnung, entschied der Kampfrichter mit einer letzten Verwarnung den Kampf und disqualifizierte den Mainzer.
Nachdem Ibi Fallacara in der 61kg Klasse Peter Haase besiegte und Teamkapitän Wladimir Remel technisch überlegen gegen Niklas Schäfer gewann, verlor nur noch Ashot Shahbazyan gegen Niklas Dorn und die Mainzer gingen mit 7:8 Rückstand in die Pause.

Weltklasseduell in 86Kg

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte kannte der 3. Europameister Aik Mnatsakanian gegen den Mainzer Mateusz Wolny nur eine Richtung: Vorwärts. Er wollte den 88er konditionell brechen und wurde immer verzweifelter, als er bemerkte, dass ihm das nicht gelang. Der Kampf war auf Augenhöhe, beide Ringer schenkten sich nichts. 3:1 führte Mnatsakanian 40 Sekunden vor Ende des Kampfes, als ihm der Kampfrichter mit einer Verwarnung für Wolny einen weiteren Punkt zusprach. Damit gewann der Hösbacher 2 Mannschaftspunkte und erhöhte den Vorsprung seines Teams auf 3 Zähler.
Diesen verkürzte allerdings Deyvid Dimitrov, der in der 71kg-Klasse souverän gegen Niklas Öhlen gewann, erneut auf einen Punkt.

Im 80kg Kampf wurde deutlich, dass Johannes Deml massiv abgekocht hatte. Er versuchte ausschließlich defensiv gegen den Mainzer zu ringen und das gelang ihm zunächst auch außerordentlich gut. Taherkhani hatte keine aktiven Punkte erzielen können und war nur durch eine Passivitätsverwarnung in Führung gegangen. Als in der zweiten Hälfte, Deml mit einem Beingriff in Führung ging, schien der Matchplan der Hösbacher aufzugehen. Doch mit fortschreitender Kampfdauer merkte man ihm das Gewicht machen an und der Mainzer holte sich mit scnellen 3 Beinangriffen 8 Punkte. Das keine weiteren mehr dazu kamen, lag vor allem daran, dass der Kampf ständig unterbrochen wurde. Deml hatte sich am Bein verletzt und blutete auch an der Stirn. Taherkhani bedauerte, dass er seine Fitness gegen Deml nicht ausspielen konnte, der die Verletzungszeit auch zum Durchatmen nutzte. Am Ende gingen die Mainzer erneut in Führung mit 10:11 die der Mainzer Kuramagomedov, gegen Tim Müller sogar auf 10:14 erhöhte.

Den Schlusspunkt setzen erneut zwei Weltklasseathleten: Die beiden WM-Dritten von 2021, Geworg Sahakyan und Kristupas Sleiva lieferten ein tolles Finish ab, das der Hösbacher am Ende für sich entschied.

So gewannen die Mainzer auswärts mit 14:12 und müssen am kommenden Samstag die Zweipunkteführung verteidigen, wenn sie erneut ins Halbfinale einziehen wollen. Das möchten auch die Hösbacher Vikings, die alles daran setzen werden um mit dem Einzug unter die letzten Vier, den größten Vereinserfolg ihrer Geschichte zu erreichen.

Trägt die „Mainzer Wand“ die 88er ins Halbfinale?

ASV Vorsitzender Baris Baglan erwartet eine spannende Begegnung und ein volles Haus. Für ihn sind die Mainzer Fans, das Zünglein an der Waage. „Die Hösbacher sind verdient im Viertelfinale und der erwartet unangenehme Gegner. Mit unseren Fans im Rücken und dem Glauben an uns selbst, werden wir alles daran setzen um die nächste Runde zu erreichen.“
Es wäre nicht das erste Mal, das die „Mainzer Wand“ den Ausschlag für ein Weiterkommen der 88er gibt.

Viertelfinalrückkampf am 14. Januar 2023 um 19:30 Uhr in Mainz Mombach.

ASV Mainz 88 – KSC Hösbach

Der Kartenvorverkauf für das Highlight im Viertelfinale hat schon begonnen. Wer sicher dabei sein möchte, kann seine Karten jeden Wochentag in der Mainzer Geschäftsstelle oder in der Vereinspizzeria in der Zeit von 17:00 – 20:00 Uhr erwerben.
Zudem haben die Mainzer Verantwortlichen ein besonderes Music-Act für die Begegnung angekündigt.

Ticketpreise:

Sitzplatz: 15,00 Euro
Mattenplatz: 30,00 Euro
VIP-Platz: 88,00 Euro

Wochentags (Mo-Fr) von 17:00 – 20:00 Uhr

Adresse:

ASV Mainz 88 Geschäftsstelle
Pizzeria Olive
Jakob-Anstatt-Str. 9b
55130 Mainz-Weisenau

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